9. April 2021

25464 Neuinfektionen

Heute meldete das RKI mehr als 25.000 Neuinfektionen. Leider hatte ich mit meiner Vorhersage recht, die ich auf facebook postete, als ich Ende Februar vor der letzten Öffnung versuchte die Zahl der Neuinfektionen zu prognostizieren. Hier der link zu meinem Facebook account.

Der ARD liveblog meldete gestern:

ARD-Liveblog vom 09.04.2021 Link zur Textquelle

Leider werden wir um einen Mega-Lockdown nicht herum kommen. Die Medien berichten, dass wir mit unserem Impftempo die 3. Welle nicht brechen werden können. Der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) Gernot Marx rechnet mit mehr als 5000 Intensivpatienten Ende diesen Monats und fordert den sofortigen und harten Lockdown.

ARD-Liveblog vom 09.04.2021 (Textquelle)

Derweil wurde die Ministerpräsidentenkonferenz für den kommenden Montag abgesagt, weil alle wieder unterschiedlicher Meinung waren. Die Landeschefs Tobias Hans (Saarland), Malu Dreyer (Rheinland-Pfalz), Stephan Weil (Niedersachsen), Daniel Günther (Schleswig-Holstein) fahren die Öffnungsstrategie weiter und das bei steigenden Infektionszahlen.

Geht es denn noch?????????? Immer dieser Egoismus. Wir sehen doch in der Praxis, dass das auf die Dauer nicht funktioniert. Die Zahlen steigen nach der Öffnung in der ganzen Republik stetig an. Wir können testen und öffnen, wenn die Zahl der Neuinfektionen fallen, aber doch nicht wenn sie steigen. So wird die Verbreitung des Coronavirus nur beschleunigt. Die Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen wie kürzlich in Stuttgart oder in Brüssel werden nur noch das Virus weiterbefeuern und es wird zu einem exponentiellem Wachstum kommen, wenn wir jetzt nicht sofort hart auf die Bremse treten. Je mehr sich das Virus verbreitet und länger am Leben bleibt, so wird der Bremsweg immer länger.

Es ist eine Schande für Deutschland, ein Rückschlag für den gemeinsamen Dialog und für unser föderalistisches System, dass die Regierungschefs sich in diesen so schlimmen Zeiten sich nicht einigen können. Die Kanzlerin greift nun zum letzten Mittel und will per Gesetz harte Maßnahmen durchsetzen. Es bleibt noch die Frage offen, wie streng und effektiv genug sie diesmal sein werden und wann es geschehen soll. Wir verlieren viel zu viel unnötige Zeit auf Kosten von Menschenleben. Wir stecken nicht nur tief in einer politischen-, und wirtschaftlichen-, sondern auch in einer humanitären Krise.

Hoffen wir das Beste, aber seien wir vorbereitet auf das Schlimmste was noch auf uns zu kommen wird.

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