19. April 2021

Der kommende Lockdown ist zu schwach

In dem neuen Infektionsschutzgesetz werden die bereits beschlossenen Maßnahmen vom 3. März (mit der Notbremse) verankert, sprich bei einer Inzidenz zwischen 50 und 100 geht es zum Terminshopping, ab 100 schließen die Geschäfte und ab 200 die Schulen. Lediglich kommt nur noch eine Ausgangsperre ab 21 oder 22 Uhr hinzu, was noch in Diskussion ist.

Aber fragt man sich wer noch nach 21 Uhr in diesen Zeiten vor die Tür geht, wo ohnehin bis auf die Tankstellen alles geschlossen hat. So kann die Antwort nur noch lauten: Ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung. Deshalb finde ich, haben die Ausgangssperren nur wenig Effektivität. Um eine Wirkung zu erzielen sollte diese Maßnahme da greifen, wo richtig viel Verkehr auf den Straßen und Geschäften herrschen, nämlich zur Abendzeit ab 18 Uhr.

Wir befinden uns seit der Öffnung im März, also vor sechs Wochen, mit den Neuinfektionszahlen wieder auf einem steigendem Ast. Nach dem zweiten Lockdown Ende Februar schwankten wir zuletzt zwischen 8.000 bis 10.000 täglichen Neuinfektionen. Zurzeit erreichen wir das Zweieinhalbfache. Wir liegen aktuell bei ca. 25.000.

Der Öffnungsplan mit den Maßnahmen vom 3. März, mit der sogenannten Notbremse, die nun Geltung im Infektionsschutzgesetz findet, damit die Länder und Landkreise sich per Gesetz daran halten müssen, verfehlen eindeutig das Ziel die Ausbreitung des Coronavirus zu stoppen. Wir sind heute bei einer Inzidenz von 160 angekommen und haben fast 5000 Covid19 Patienten auf den Intensivstationen.

Quelle: https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-karte-deutschland-101.html

Wir brauchen eine härtere Notbremse, die schärfer bremst. Wir müssen sofort abbremsen, denn mit jedem Tag wird der Bremsweg länger. Sollten wir den Karren je zum Halten bekommen, dann sollten wir noch solange stehen bleiben bis der Virus endgültig besiegt ist. Das ganze hin und her, dass wenn die Zahlen wieder kurz unter der Grenze sind, den nächsten Öffnungsschritt zu erlauben, kommt dem JoJo-Effekt bei einer Diät gleich. Das Virus wächst exponentiell, seine Vermehrung explodiert, etwa vergleichbar wie der Körper eines Menschen der massiv zunimmt, wenn eine Diät nach der anderen anfängt und abbricht.

Wir sollten unbedingt zum Stillstand kommen wie Portugal oder China es für eine Zeitlang vorgemacht haben und danach die Teststrategie fahren. Impfen natürlich sowieso, aber am Besten mit den guten Impfstoffen. Die Impfpräparate von AstraZeneca und Johnson & Johnson lösten bei ganz wenigen Menschen im Bezug auf die Anzahl der bereits Geimpften Hirnvenenthrombosen aus. Andere Nebenwirkungen wie Müdigkeit ganz zu Schweigen. Bleibt am Ende nur zu hoffen, dass alles durchs Impfen gut geht.

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